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“Im Altersheim also sind die Afrikaner jetzt untergebracht. Warum auch nicht, wenn da ein Gebäude leersteht.”

Im Altersheim also sind die Afrikaner jetzt untergebracht. Warum auch nicht, wenn da ein Gebäude leersteht.

Gehen, ging, gegangen

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter?

Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind.

Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

"(...) dieser Roman ist realistisch: Nicht weil er Verhältnisse real darstellt, sondern weil er eine literarische Wirklichkeit aufbaut, die die Weltrealität reflektiert."
NZZ am Sonntag, Stefana Sabin (30.08.2015)

Autor: Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Berlin geboren. 1999 debütierte sie mit der Novelle "Geschichte vom alten Kind", der weitere literarische Veröffentlichungen folgten, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke.

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Knaus Verlag

Jenny Erpenbeck
  • Kategorie: Roman
  • 31. August 2015
  • Sprache: de
  • 294 Seiten
  • ISBN-13:  978-3-641-17405-7
  • Sobooks Verkaufsrang: 6
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Reviews & Ratings (1)

Anna Maria Leitgeb

Anna Maria Leitgeb

Jenny Erpenbeck erzählt in diesem Roman in unglaublich nuancierter Sprache von einem deutschen Bildungsbürger und seinem langsamen sich Erwärmen für die Situation junger afrikanischer Asylsuchender in Berlin. Sie setzt sich leidenschaftlich für die gestrandeten Gestalten ein, das spüre ich, sie wird jedoch nie sentimental, sondern schwankt in ihrem Stil zwischen dokumentarischer Präzision und lyrischer Bildhaftigkeit, sodass die Schicksale der Männer authentisch wirken und echt berühren. Dieses hochaktuelle Buch vermittelt hervorragende Einsicht in die Flüchtlingsthematik. Ein Lieblingssatz: „Die geschriebenen Gesetze treten, je höher entwickelt eine Gesellschaft ist, an die Stelle des common sense.“

08. Oktober 2015